Archive for May, 2009

As I’m preparing myself for a symposium on digital storytelling and online video at the ZHdK Zürich i’d like to collect some thoughts on that subject here.

Ein Projekt das mich in letzter Zeit extrem begeister hat ist Philips Carousel. Es ist nicht nur visuell beeindruckend, sondern arbeitet auch mit einer simplen, aber äußerst einnehmenden Form der Interaktion. Der Werbefilm lässt sich an mehreren Stellen der Timeline unterbrechen, bzw. “aufklappen”, wird angehalten und ein Mitglied der Filmcrew (z.B. Kameramann oder Visual Effects Supervisor) betreten das Set und erklären etwas über die Machart des Films.

carousel500px

Carousel ist ein gutes Beispiel für eine Form von “Enriched Storytelling”, wie ich es nennen würde. Als ich vor drei Jahren begann, mich mit interaktiver Narration zu beschäftigen, habe ich mir diese als komplexe Struktur aus verzweigten Erzählsträngen vorgestellt, in der verschiedene Versionen einer Geschichte vom Zuschauer beschritten werden können. Bis heute habe ich kein einziges Werk gesehen, dass solch ein interaktives Strukturmodell auf überzeugende Art und Weise ausbreitet. Die meisten interaktiven Geschichten sind unterkomplex und erzählen nur wenige Erzählstränge, die für den Zuschauer vorraussehbar und somit langweilig sind. Versucht man jedoch, viele verschiedene Erzählstränge zu entwickeln, geht das auf Kosten der Kontrolle über die Narration. Geschichten sind nämlich dann erfolgreich, wenn Sie durch Dramaturgie und Erzählrhytmus Spannungsbögen aufbauen. Gibt man dem Leser/Zuschauer jedoch viele Abzweigungsmöglichkeiten, wirken die PlotPoints wiilkürlich und austauschbar, der Autor verliert die Kontrolle über die Geschichte.

See the Making of:

Eine radikale Reduzierung der interaktiven Momente wie in Carousel halte ich für eine praktikablere Lösung, die noch viel Entwicklungspotential hat. Einziges Interaktiosmoment ist hier die Unterbrechung der Narration. Anstatt verschiedene mögliche Geschichten zu erzählen, bietet man zu der Geschichte zusätzliche Informationen, einen Mehrwert sozusagen. Dieses Konzept ist natürlich nicht neu (man denke an Bonus-Material auf Film-DVDs), die Projekte aus dem Bereich Multimedia-Storytelling, die ich hier vorgestellt habe, gehen in diese Richtung. Ich denke, wenn man die Vernetzungspotentiale des Internets nutzt, werden sich in Zukunft weitere intelligente Formen eines “enriched Storytellings” auftun.

interactivenarratives

Eine interessante Zusammenstellung von Arbeiten aus diesem Bereich findet man auf Interactive Narratives.

Germany’s cultural tv program dctp of Alexander Kluge is online!

dctp2

Die Seite ist zwar technologisch ziemlich rückständig (keine deep-links, kein embedding, uuah!) , aber ich bin trotzdem unendlich dankbar, dass man viele Perlen der deutschen TV-Kultur jetzt online sehen kann. Gelungen finde ich den Ansatz, die Beiträge zu Themen wie Krieg oder Finanzkrise in Sammlungen zusammen zu stellen.

Mein Tipp für den Einstieg: ‘Das Weichziel ist der Mensch’ in der Sammlung ‘Krieg ist das Ende aller Pläne’.

“Oberstleutnant Sanftleben über Grundsatzfragen und Erfahrungswerte im Umgang zwischen Truppe und Öffentlichkeit.”

alice_remixed

The music video for the song ‘Alice’, an electronic piece of which 90% is composed using sounds recorded from the Disney film ‘Alice In Wonderland’. Go to yoouuutuuube.com to check it out.

I started a new little side-project: TechnoPoeticalBeauty (please join me!). I started to use Vimeo quite heavily in the last weeks. It was striking to me that there are lot’s of videos on the side which have similar aesthetics and therefore could be described as a new genre of online video. These videos meet the following criteria:

1. Shot in HD
2. objects in the videos are often nature or everyday life
3. filmed with a 35mm adapter
4. heavy color correction
5. slow-motion
6. emotional soundtrack

I’ll give you some examples:

This is the group description:

When I see all these crisp&clear HD videos on Vimeo these days, shot with a 35mm adapter, heavily color corrected in post pro and combined with an emotional soundtrack, two feelings touch my soul:

On the one hand these technically perfect executed videos feel somehow vacuous, pure surface, to perfect to be true.

But on the other hand, lots of them speak to me through the power of the image - there’s a raw&simple poetry in them that really moves me.

I’d like to collect videos in this group which hit this thin line between technology and beauty and talk about them.

Please join the group and the discussion!